Der 13-Wochen-Cashflow-Plan – Liquidität, die du steuern kannst
Veröffentlicht: 07.01.2026 · Kategorie: Finanzen & Struktur
Liquidität ist das Betriebssystem deines Unternehmens. Ohne Cashflow-Klarheit fühlt sich Wachstum oft wie Risiko an.
Warum 13 Wochen?
13 Wochen sind kurz genug, um realistische Zahlen zu pflegen – und lang genug, um Engpässe früh zu sehen (z. B. Steuerzahlungen, größere Lieferantenrechnungen, saisonale Schwankungen).
Die Struktur des Plans
Teile deinen Plan in Einzahlungen (Umsatz, offene Posten, wiederkehrende Einnahmen) und Auszahlungen (Fixkosten, variable Kosten, Steuern, Rücklagen, Investitionen).
Einzahlungen
Rechnungen nach Zahlungsziel, Abo-Umsätze, Projekt-Meilensteine, Förderungen.
Auszahlungen
Miete, Gehälter, Tools, Marketing, Wareneinsatz, Leasing, Steuer-Vorauszahlungen.
Cash on Hand
Startbestand + Netto-Cashflow je Woche → Endbestand. Der Endbestand ist dein Frühwarnsignal.
So setzt du ihn in 60 Minuten auf
Schritt 1: Nimm den aktuellen Bankbestand als Startwert.
Schritt 2: Liste die nächsten 13 Wochen: jede Woche eine Spalte (oder Zeile).
Schritt 3: Trage sichere Posten ein (Gehälter, Miete, laufende Verträge, bekannte Steuertermine).
Schritt 4: Ergänze erwartete Einzahlungen aus offenen Rechnungen (realistisch, nicht optimistisch).
Schritt 5: Definiere eine Minimum-Cash-Schwelle (z. B. 1,5× Fixkosten). Unterschreitungen lösen Maßnahmen aus.
Die 5 häufigsten Fehler
- Umsatz wird geplant, aber Zahlungsziele werden ignoriert.
- Steuern und Rücklagen fehlen im Plan.
- Der Plan wird nicht wöchentlich aktualisiert (10 Minuten reichen).
- Es gibt keine Konsequenzen bei Unterschreitungen.
- Zu viele Kategorien: lieber 12–18 saubere Positionen als 60 chaotische.
Was du daraus ableitest
Ein Cashflow-Plan ist nicht nur Kontrolle – er ist ein Entscheidungsinstrument. Du siehst, wann du investieren kannst, wann du Zahlungen verschieben musst und wann du aktiv an Forderungen arbeiten solltest.
Tipp: Kombiniere den Plan mit einem monatlichen KPI-Onepager (Deckungsbeitrag, Auslastung, Pipeline). Dann sind Entscheidungen nicht mehr „gefühlt“, sondern begründet.